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NF Juli-September 2010

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Der Sabbat und der Sonntag

von Mark Martin

Als das Konzil von Apostelgeschichte 15 zusammenkam, um zu entscheiden, was Christen aus dem Heidentum halten sollten, war das Gebot, den Sabbat zu halten, auffallend abwesend. Petrus ermahnt die Leiter der Kirche, die Heiden nicht unter das Gesetz zu stellen:
„Warum versucht ihr denn nun Gott dadurch, dass ihr ein Joch auf den Nacken der Jünger legt, das weder unsre Väter noch wir haben tragen können? Vielmehr glau-ben wir, durch die Gnade des Herrn Jesus selig zu werden, ebenso wie auch sie“ (Apg 15,10-11).

Das endgültige Urteil des Jerusalemer Konzils enthält keinen Hinweis auf die Beobachtung des Sabbats. Die Beschneidung wurde diskutiert und als unnötig erachtet (V. 5-6; 19-20). Wenn das Halten des Sabbats ein unbedingt notwendiger Teil der neutestamentlichen Beziehung mit Gott wäre, wäre es in der Diskussion erwähnt worden, weil es für die Heiden eine unbekannte Praxis gewesen wäre. Das Halten des Sabbats wurde nicht einmal diskutiert, weil es kein Erfordernis für Gläubige im Neuen Bund ist.
„Denn es gefällt dem heiligen Geist und uns, euch weiter keine Last aufzuerlegen als nur diese notwendigen Dinge: dass ihr euch enthaltet vom Götzenopfer und vom Blut und vom Erstickten und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, tut ihr Recht. Lebt wohl“ (Apg 15,28-29)!

Beachten Sie, dass der Heilige Geist ihnen sagte, den Heiden keine größere Last aufzuerlegen als die genannten wesentlichen Dinge. Anscheinend dachte der Heilige Geist nicht, dass das Halten des Sabbats noch notwendig war!

Die sieben Erscheinungen Christi nach der Auferstehung zeigen, dass Jesus bewusst den ersten Tag der Woche auswählte, um sich mit seinen Jüngern zu treffen, um sie zu ermutigen und zu ermahnen. Die Beweise zeigen, dass fünf dieser Erscheinungen an einem Sonntag, dem ersten Tag der Woche, stattfanden. Wir haben keinen Bericht darüber, welches der tatsächliche Tag war, an dem die beiden anderen Begegnungen (Joh 21 und Apg 1,6-10) mit seinen Jüngern stattfanden. Was wir mit Sicherheit sagen können ist Folgendes: Nach Jesu Auferstehung, wann immer er sich mit seinen Jüngern traf und der Tag identifiziert wird, ist es NICHT der Sabbat, es ist der erste Tag der Woche! Er erschien…

1) Maria morgens, am Tag der Auferstehung – Matthäus 28,8-10; Markus 16,9; Johannes 20,11-18
2) den beiden Jüngern auf dem Weg nach Emmaus – Lukas 24,13-33; Markus 16,12-13
3) Simon (Petrus) – Lukas 24,31-35
4) den elf Jüngern am Abend des Auferstehungssonntags – Markus 16,14-18; Lukas 24,36-44; Johannes 20,19-23.
5) den elf Jüngern „acht Tage später“ – Johannes 20,26-29

Das Pfingstfest fand am ersten Tag der Woche statt! Die Kirche wurde am ersten Tag der Woche geboren! Das macht den Sonntag nicht zum Sabbat, es sagt uns einfach, dass nach der Auferstehung Jesu der Sabbat nicht betont wird.

Wenn ein Tag in Verbindung mit den Erscheinungen des auferstandenen Herrn erwähnt wird, ist es stets der erste Tag der Woche. Betrachten Sie die äußerst wichtigen Ereignisse, die im Leben der ersten Jünger Christi am ersten Tag der Woche geschahen.

1) Jesus erschreckte sie, als er ihnen am ersten Tag erschien (Joh 20,19)
2) Jesus wurde von Thomas angebetet (Joh 20,27-28)
3) Am Sonntagabend nahm Jesus Brot, segnete, brach es und gab es seinen Jüngern, anscheinend wie er es getan hatte, als er das Abendmahl eingesetzt hatte (Lk 22,19), und ihre „Augen wurden geöffnet und sie erkannten ihn“ (Lk 24,31).
4) Am Sonntagabend segnete Jesus seine Jünger zweimal, indem er sprach: „Friede sei mit euch!“ (Joh 20,20, 26).
5) Am selben Sonntagabend blies er sie an und sagte: „Nehmt den Heiligen Geist“ (Joh 20,22).
6) Am Sonntagabend gab Jesus seinen Jüngern die kirchliche Autorität, jenen Menschen Vergebung zu verkündigen, die durch das Evangelium an ihn glauben (Joh 20,23).

Beachten Sie: Warum trafen sich die Jünger am Sonntag?
1) Weil er jetzt eine spezielle symbolische, antitypische Bedeutung für sie hat.
2) Auch wenn es zufällig so geschah – Jesus entschied, sich ihnen nur am Sonntag zu offenbaren, wenn wir wissen, welcher Tag das ist. Dies muss auch eine Art göttliche Bedeutung haben.
3) Jesus hätte entscheiden können, sich mit seinen Jüngern am Sabbat zu treffen. Dies hätte klar einen neutestamentlichen Präzedenzfall setzen können. Er entschied sich anders. Der Sabbat war das Zeichen eines erfüllten Bundes (siehe 2Mo 31,17 und Hebr 8,13).

Die neun „moralischen“ Gebote der Zehn Gebote werden im Neuen Testament wiederholt.
1) Gott, den Herrn allein anzubeten (1. Gebot): nicht weniger als fünfzig Mal
2) Götzendienst (2. Gebot): wird zwanzig Mal verurteilt
3) Gotteslästerung (3. Gebot): wird vier Mal verurteilt
4) Die Eltern ehren (5. Gebot): wird sechs Mal gelehrt
5) Mord (6. Gebot): wird sieben Mal verurteilt
6) Ehebruch (7. Gebot): wird zwölf Mal verurteilt
7) Diebstahl (8. Gebot): wird sechs Mal verurteilt
8) Falsches Zeugnis (9. Gebot): wird vier Mal verurteilt
9) Begierde (10. Gebot): wird neun Mal verurteilt

Warum wird die Pflicht, den siebenten Tag als Sabbat zu halten, nicht EINMAL im Neuen Testament erwähnt?
Wenn das Neue Testament Sündenlisten aufführt, ist das Brechen des Sabbats auffällig abwesend.

- In Markus 7,21-22 werden 13 Sünden aufgeführt. Jesus erwähnte die Übertretung des Sabbats nicht.
- In Römer 1,29-32 werden 20 Sünden aufgeführt, und das Brechen des Sabbats ist keine davon.
- In Galater 5,19-21 werden 15 Sünden aufgelistet, und in
- 2. Timotheus 3,1-4 finden wir eine Liste von 18 Sünden, aber nicht einmal wird das Brechen des Sabbats erwähnt!
Wie kommt es, dass nirgendwo im Neuen Testament gelehrt wird, dass das vierte Gebot gehalten werden soll?
- Wie kommt es, dass das Versäumnis, den Sabbattag zu halten, nirgendwo im Neuen Testament als Sünde verurteilt wird?
- Wie kommt es, dass das vierte Gebot im Neuen Testament nicht einmal wiederholt wird?
- Wenn das Halten des Sabbats für einen Jünger Christi so wichtig ist, warum wurde es in Jesu Bergpredigt oder in irgendeiner seiner Lehren nicht erwähnt?
- Warum hat Jesus das Halten des Sabbats nicht geboten?
- Warum hat keiner der Apostel das Halten des Sabbats geboten?
- Warum hat das Jerusalemer Konzil das Halten des Sabbats nicht befohlen oder das Brechen des Sabbats nicht verurteilt?

Einige antworten darauf, dass die Juden bereits den Sabbat kannten, sodass es als selbstverständlich angesehen wurde, dass sie ihn weiter halten würden, aber warum wurden die anderen neun Gebote wiederholt? Würden sie nicht auch als selbstverständlich angesehen werden? Weil so viele Heiden in die Kirche kamen, wäre auch zu erwarten, dass wir in den neutestamentlichen Briefen Anweisungen dazu finden, wenn die Beobachtung des Sabbats so wichtig war. Wir finden dort Anweisungen für sie in Bezug auf Moral, Ethik, Anbetung, Kirchenordnung und Lebensstil in der Familie. Warum würde so etwas Wichtiges wie das Halten des Sabbats ignoriert werden?

Die Beschneidung, die zeitlich vor dem Gesetz und dem Sabbatgebot gegeben wurde, war in der neutestamentlichen Kirche ein Thema, und wird wiederholt in den neutestamentlichen Briefen und vom Jerusalemer Konzil angesprochen.

Befürworter des Sabbats argumentieren, dass es das Beispiel Jesu ist, das uns den Grund gibt, den Sabbat zu halten. „Er hielt den Sabbat, daher muss ich auch den Sabbat halten. Jesus ist mein Beispiel“ sagen sie. Diese Art der Argumentation ist falsch, weil es nur Jesu Sabbathalten herauspickt und den Rest seines jüdischen Lebensstils beiseite lässt. Jesus hielt auch die Speisegebote. Er hielt Passa, Sukkot, Chanukka und betete im Tempel an. Sollen wir allem, was er tat, folgen?

Galater 4,4-5 sagt, dass Jesus unter dem Gesetz lebte, um uns vom Gesetz zu erlösen: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen.“

Jesus wurde auch des Sabbatbruchs beschuldigt. Warum, wenn er unser Beispiel beim Sabbathalten sein wollte, machte er es nicht deutlich, dass er den Sabbat nicht brach? Stattdessen gibt er dies klar zu. Er gibt auch zu, dass seine Jünger den Sabbat brachen und er verteidigte sie. Lesen Sie dazu Matthäus 12,1-14 sorgfältig. Jesus sagt klar, dass seine Jünger wie die Priester sind, die jeden Sabbat im Tempel arbeiten mögen, und trotzdem nicht des Sabbatbruchs schuldig sind. Wenn Jesus sagt, dass er „Herr über den Sabbat“ ist, erklärt er, dass er über dem Sabbat steht. Er kann am Sabbat tun, was er möchte, und daher können auch seine Jünger tun, was sie möchten.

Anscheinend brach Jesus in der Tat den Sabbat: „Da sprachen einige der Pharisäer: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält“ (Joh 9,16). Wenn Jesus nicht wollte, dass wir verstehen, dass er den Sabbat brach, warum wies er diese Anschuldigungen nicht zurück? Der Grund ist, dass Jesus das Recht und die Autorität hatte, den Sabbat zu brechen, weil er Herr über den Sabbat ist. Der Sabbat hat ihn nicht gebunden.
Denken Sie darüber nach. Wenn es ihn nicht bindet, bindet es uns auch nicht – sind wir nicht „in Christus“? Warum würde es für uns noch bindender sein?

Eine der Fragen, die ehrlich konfrontiert werden müssen ist die Tatsache, dass Jesus niemals jemandem befahl, den Sabbat zu halten und auch keiner seiner Apostel hat dies irgendjemandem befohlen. Nicht einmal finden wir im Neuen Testament das Gebot, den Sabbat zu halten. Diese Gebote an die Kirche sind in den Lehren des Neuen Testaments auffällig abwesend.

Jede Erwähnung des Sabbats in der Apostelgeschichte steht ohne Ausnahme in Verbindung mit jüdischer Anbetung an diesem Tag und nicht mit der christlichen Feier. Die Evangelisationsstrategie des Paulus war, zuerst in einer Stadt/Kommune zu den Juden zu gehen, und ihnen das Evangelium zu verkündigen. Der Sabbat ist der Tag, an dem er wusste, dass sich die meisten Juden zum Gottesdienst versammelten. Er wusste, dass er am Sabbat die beste Gelegenheit haben würde, die gute Nachricht vom Messias mit ihnen zu teilen. Es war nicht so, dass er sich mit einer Gruppe von gläubigen Christen traf. Er traf sich mit Nicht-Christen.

Sind die Zehn Gebote ewig?
Nein, das Gesetz ist nicht ewig. Galater 3,19 nennt uns den Zweck des Gesetzes. Dort lesen wir: „Was soll dann das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Sünden willen, bis der Nachkomme da sei, dem die Verheißung gilt, und zwar ist es von Engeln verordnet durch die Hand eines Mittlers.“

Das Gesetz wurde 430 Jahre nach Abraham gegeben. Lesen wir weiter: „Ich meine aber dies: Das Testament, das von Gott zuvor bestätigt worden ist, wird nicht aufge-hoben durch das Gesetz, das vierhundertdreißig Jahre danach gegeben worden ist, so dass die Verheißung zunichte würde. Denn wenn das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben; Gott aber hat es Abraham durch Verheißung frei geschenkt“ (Gal 3,17-18).

Das Gesetz hatte einen definitiven Beginn (430 Jahre nach Abraham) und ein definitives Ende – als der verheißene Nachkomme (Christus, V. 16) kam.

Andere Schriftstellen wie Römer 5,12-14 weisen darauf hin, dass es Sünde in der Welt gab, BEVOR das Gesetz gegeben wurde: „Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. Denn die Sünde war wohl in der Welt, ehe das Gesetz kam; aber wo kein Gesetz ist, da wird Sünde nicht angerechnet. Dennoch herrschte der Tod von Adam an bis Mose auch über die, die nicht gesündigt hatten durch die gleiche Übertretung wie Adam, welcher ist ein Bild dessen, der kommen sollte.“

Die SCHÖPFUNG und der SABBAT: Die Heilige Schrift macht es sehr deutlich, dass der Sabbat des vierten Gebotes nicht vor Mose gegeben wurde:

Die Zehn Gebote wurden nicht den Vätern gegeben. In 5. Mose 5,2-3 heißt es: „Der HERR, unser Gott, hat einen Bund mit uns geschlossen am Horeb und hat nicht mit unsern Vätern diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier sind und alle leben.“

In Nehemia 9,13-14 lesen wir: „Und du bist herabgestiegen auf den Berg Sinai und hast mit ihnen vom Himmel her geredet und ein wahrhaftiges Recht und rechte Gesetze und gute Satzungen und Gebote ihnen gegeben und hast deinen heiligen Sabbat ihnen kundgetan und Gebote, Satzungen und Gesetz ihnen geboten durch deinen Knecht Mose.“

Wurde der Sabbat der ganzen Menschheit gegeben, um fortwährend gehalten zu werden?
Nein. Obwohl es in 1. Mose 2,1-3 heißt, dass der Herr nach Vollendung seiner Arbeit am siebenten Tag ruhte und den siebenten Tag segnete und ihn heiligte, finden wir dort kein Wort darüber, dass er Adam und Eva als Gebot gegeben wurde. Man findet im ganzen Buch 1. Mose kein weiteres Wort über den Sabbat. Alle 50 Kapitel schweigen zum Sabbat.

Man hört nichts davon, dass die gerechten Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob den Sabbat hielten. Es gibt nach dem Fall des Menschen über einen Zeitraum von 2500 Jahren auffälliges Schweigen [bezüglich des Sabbats]. Erst nach der Befreiung von Gottes Volk Israel aus Ägypten, als sie sicher auf der anderen Seite des Rotes Meeres sind, findet man im 2. Buch Mose wieder eine Erwähnung des Sabbats (2Mo 16,22-30). Abraham erhielt von Gott Gebote und Satzungen, aber der Sabbat wird niemals als ein Teil davon erwähnt.

Der Sabbat wurde Israel, und nur an Israel, gegeben. Der Sabbat ist ein Bundes-zeichen zwischen Gott und dem Volk Israel: „Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sage den Israeliten: Haltet meinen Sabbat; denn er ist ein Zeichen zwischen mir und euch von Geschlecht zu Geschlecht, damit ihr erkennt, dass ich der HERR bin, der euch heiligt. Darum haltet meinen Sabbat, denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit am Sabbat tut, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk. Sechs Tage soll man arbeiten, aber am siebenten Tag ist Sabbat, völlige Ruhe, heilig dem HERRN. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, soll des Todes sterben. Darum sollen die Israeliten den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten als ewigen Bund. Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Israeliten. Denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde, aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich“ (2Mo 31,12-17).

Beachten Sie, dass der Grund, warum der Herr den Sabbat mit der Schöpfung in Verbindung bringt, darin liegt, dass er sich selber für Israel als der wahre und lebendige Schöpfergott ausweist. Er ist getrennt und abgesondert von all den anderen Göttern der Ägypter und der heidnischen Welt. „Haltet den Sabbat, betet mich an, denn ICH BIN der lebendige Schöpfer des Universums.“

Beachten Sie auch, dass der Sabbat ein „Zeichen“ (2Mo 31,13) zwischen Gott und den Israeliten ist (2Mo 12,15.17) ist, und nicht für die ganze Menschheit.

Nehemia 9,13-14 deutet darauf hin, dass der Sabbat nicht befohlen wurde, bis er Israel in der Wüste gegeben wurde: „Und du bist herabgestiegen auf den Berg Sinai und hast mit ihnen vom Himmel her geredet und ein wahrhaftiges Recht und rechte Gesetze und gute Satzungen und Gebote ihnen gegeben und hast deinen heiligen Sabbat ihnen kundgetan und Gebote, Satzungen und Gesetz ihnen geboten durch deinen Knecht Mose.“

Sagt die Bibel nicht, dass der Sabbat für den Menschen gemacht ist?
„Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen“ (Mk 2,27). Sabbatarier benutzen diesen Vers oft, um zu behaupten, dass der Sabbat für die ganze Menschheit gemacht wurde, aber der Text besagt dies nicht. Es sagt nicht: „Der Sabbat wurde für die ‚Menschheit’ gemacht“, sondern „der Sabbat wurde für den Menschen gemacht“. Wenn die Heilige Schrift die ganze Menschheit einschließen sollte, macht sie dies klar. Siehe z.B. Matthäus 28,19; Johannes 3,16; Apostelgeschichte 2,17; 1. Timotheus 2,4; Titus 2,11. Diese Verse weisen klar darauf hin, dass, wenn Gott etwas für die ganze Mensch¬heit anbietet, dann bietet er es allen an.

Der Sabbat wurde nicht allen Menschen angeboten. Er wurde nur dem Volk Israel gegeben. Lesen Sie 5. Mose 5,1-15, wo die Gebote an Israel gegeben werden. Es wird deutlich erwähnt, dass Gott den Sabbat und andere Gebote nicht den Vätern davor gab (siehe V. 2-3).
Ein Autor hat die Frage aufgeworfen, dass dieser Text zeige, dass der Sabbat kein Teil des „moralischen“ Gesetzes war, um von der ganzen Menschheit seit Anbeginn gehalten zu werden, denn er musste geschaffen werden. Er wurde in 2. Mose 16-20 gemacht [geschaffen].

Beachten Sie auch, dass dieser Text nicht sagt, dass er von „Anbeginn“ für den Menschen gemacht wurde, wie es auf die Ehe zutraf (Mt 19,4). Welches andere der Zehn Gebote musste gemacht [geschaffen] werden? Kein einziges! (Gerald N. Wright, Sabbatarian Concordance & Commentary, Star Bible & Tract Corp., 1977, S. 78-79).
Wright schreibt in einem Kommentar zu diesem Abschnitt: „Die anderen neun [Gebote] waren (und sind) von Anbeginn an inhärent richtig, sie reflektierten Gottes gerechte Natur und waren naturgemäß ein Teil des moralischen Charakters des Menschen, der nach dem Bilde Gottes gemacht wurde (Röm 2,14). Welches Gebot, außer dem Sabbat ist niedriger als der Mensch – weil es unter bestimmten Umständen beiseite gesetzt werden kann? Wann und unter welchen Umständen kann der Mensch rechtmäßig Ehebruch begehen? Offensichtlich nie! Das Leben des Menschen steht nicht über Gottes heiligen und moralischen Gesetzen. Doch sogar das Leben eines Schafes ist wichtiger, als die strenge Durchsetzung des Sabbats (Mt 12,10-12).

KEINE „BURGER KING-SABBATE – Man kann in Bezug auf den Sabbat nicht „den eigenen Weg“ haben. Gott spezifiziert, wie er gehalten werden sollte.
- Er musste von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang gehalten werden (3Mo 23,32)
- Man durfte keine Last tragen (Jer 17,21)
- Man durfte kein Feuer anzünden (2Mo 35,3)
- Kein Kochen (2Mo 16,23)
- Die Missachtung dieser Vorschriften während des Sabbats wurden mit dem Tode bestraft (4Mo 15).

Kein inspirierter Verfasser macht eine Unterscheidung
zwischen dem „moralischen„ Gesetz und den „zeremoniellen“ Gesetzen.
„Der Sabbat ist nach seiner Natur, an sich, ein zeremonielles Gesetz: Das moralische Gesetz umfasst alle Gesetze, die an das Gewissen appellieren und braucht keine schriftliche Offenbarung; aber in Bezug darauf, welchen Tag man halten soll, oder überhaupt einen Tag zu halten, schweigt das Gewissen. Wenn wir zwischen dem moralischen und zeremoniellen Gesetz auf der Grundlage, dass das Eine abgelaufen und die anderen noch in Kraft sind, unterscheiden sollen, dann ist der Sabbat – da er ein rein zeremonielles Gesetz ist – abgelaufen [überholt]. Als Christ gehorche ich jedem Gesetz, das im Dekalog moralischer Natur ist, nicht weil es im Gesetz, sondern weil es im Evangelium [enthalten] ist. Dass wir Gott allein anbeten sollen wird im Neuen Testament fünfzig Mal vorgeschrieben; Götzendienst wird zwölf Mal verboten; Gotteslästerung vier Mal; Vater und Mutter zu ehren wird sechs Mal geboten; Ehebruch wird zwölf Mal verboten; Diebstahl sechs Mal; falsches Zeugnis vier Mal und Begierde neun Mal. Wie Luther sagte, „gelten die Zehn Gebote nicht für uns Heiden und Christen, sondern nur für die Juden.“ So erklärt er, dass der Sabbat… gänzlich abgeschafft wurde. Das war die Meinung der Frühkirche“ (D. M. Panton, zitiert aus Heresies Exposed, S. 164-165).

Einige Sabbatarier behaupten, dass der Sabbat das Siegel Gottes sei.
Das Siegel Gottes ist nicht der Sabbat! Die Bibel sagt uns klar, dass der Heilige Geist, der dem Gläubigen vom Augenblick der Erlösung an innewohnt, das Siegel Gottes ist.

In Epheser 1,13 lesen wir: „In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit - in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem heiligen Geist, der verheißen ist.“

Epheser 4,30 warnt uns: „Und betrübt nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung.“

In 2. Korinther 1,21-22 heißt es: „Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat.“

Ist eine Sabbat haltende Kirche der „Rest“ [die Übrigen] oder die Gebote haltende Kirche, die in Offenbarung 12,17 erwähnt wird?

In Offenbarung 12,17 heißt es: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, zu kämpfen gegen die übrigen von ihrem Geschlecht, die Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu.“

Was sind im Neuen Bund die „Gebote“ Gottes? Sind damit die Zehn Gebote gemeint? NEIN! Das griechische Wort, das für die Zehn Gebote verwendet wird, ist „nomos“. Dieses Wort wird an dieser Stelle nicht verwendet. Das hier benutzte Wort ist „entele“ und bedeutet „Lehren“.
Johannes stellt das klar und sagt uns, welches die „Gebote“ sind, die wir halten sollen:

1. Johannes 5,3: „Wer glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist von Gott geboren; und wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der von ihm geboren ist. Daran erkennen wir, dass wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.“

Diese Verse werden oft benutzt, um Menschen zu lehren, dass sie die Zehn Gebote halten müssen, besonders den Sabbat. Der Apostel definiert jedoch die „Gebote“ für uns. In den Kapiteln davor definiert er sie deutlich: „Ihr Lieben, wenn uns unser Herz nicht verdammt, so haben wir Zuversicht zu Gott, und was wir bitten, werden wir von ihm empfangen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm wohlgefällig ist. Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und lieben uns untereinander, wie er uns das Gebot gegeben hat. Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1Joh 3,21-24a).

Die Behauptung von Sabbatariern, dass die Römisch-Katholische Kirche beim Konzil von Laodicäa den Sabbat vom siebten auf den ersten Tag verlegt hat, ist nicht wahr. Der Sabbat wurde auf diesem Konzil nicht verändert.
Was bei diesem Konzil geschah, war ein antisemitischer Schritt, der es für einen Christen illegal machte, am Samstag anzubeten. Aber man muss festhalten, dass es Tausende von Christen gab, die bereits am Sonntag, dem ersten Tag der Woche, Anbetung und Gottesdienste abhielten. In der Frühkirche versammelten sich viele am Sonntag zum Gottesdienst.

„Anti-Judaismus“ spielte in der christlichen Polemik im 2. Jahrhundert gegen die jüdische Beobachtung des Sabbats eine Rolle, aber es folgt daraus nicht, dass es die Einführung der christlichen Anbetung am Sonntag motivierte. Wir haben bereits argumentiert, dass die Anbetung am Sonntag zurück ins erste Jahrhundert datiert, während einige Autoren des 2. Jahrhunderts den jüdischen Sabbat und den christ-lichen Sonntag vergleichen und gegenüberstellen. Abfällige Diskussionen über den jüdischen Sabbat beziehen sich gewöhnlich nicht auf den christlichen Sonntag. Wenn der Sonntag ein moderner Ersatz für den jüdischen Sabbat wäre, sollten wir viel mehr Diskussion über die Höherwertigkeit des Sonntags gegenüber dem Sabbat erwarten“ (R. J. Bauckham, From Sabbath to Lord’s Day, S. 271, editiert von D. A. Carson).

Beweise von den frühen Kirchenvätern, dass die Frühkirche am Sonntag Gott angebetet und Gottesdienst gefeiert hat
- Der Brief des BARNABAS, ungefähr um 100 n. Chr.: „Weshalb wir auch den achten Tag mit Freude halten, der auch der Tag ist, an dem Christus von den Toten auferstanden ist.“

- Der Brief von IGNATIUS, 107 n. Chr.: „Lasst euch weder mit seltsamen Lehren, noch mit alten Fabeln, die unnütz sind, verführen. Denn wenn wir immer noch nach dem jüdischen Gesetz leben, räumen wir ein, dass wir die Gnade nicht empfangen haben… Wenn daher diejenigen, die in der alten Ordnung aufgezogen wurden, in den Besitz einer neuen Hoffnung gekommen sind, indem sie nicht mehr den Sabbat halten, sondern in der Beobachtung des Tages des Herrn leben, an dem auch unser Leben durch ihn und durch seinen Tod erneuert wurde.“

- Die Schriften von Justin, dem Märtyrer, 145-150 n. Chr.: „An dem Tag, den man Sonntag nennt, versammeln sich alle, die in den Städten oder auf dem Lande leben an einem Ort, wo die Memoiren [Erinnerungen] der Apostel und die Schriften der Propheten gelesen werden…Aber Sonntag ist der Tag, an dem wir eine gemeinsame Versammlung abhalten, weil es der erste Tag der Woche ist, an dem Gott…die Welt gemacht hat; und Jesus Christus stand am selben Tag von den Toten auf.“

- Apostolische Verfassungen: Kirchenleben im 2. Jahrhundert: „Am Tag der Auferstehung des Herrn – sprich, am Tag des Herrn – versammelt euch ausnahms-los, um Gott zu danken und ihn für seine Barmherzigkeit zu preisen, die Gott euch durch Christus geschenkt hat.“

IRENÄUS, 155-202 v. Chr.: „Das Geheimnis der Auferstehung des Herrn darf nicht an irgendeinem anderen Tag als dem Tag des Herrn gefeiert werden, und nur an diesem Tag sollen wir das Brotbrechen [Abendmahl] des österlichen Festes beobachten.
Wer änderte [verlegte] den Sabbat vom Samstag auf den Sonntag? War es die Römisch-Katholische Kirche?
Oft wird die Frage gestellt: „Ist es kein Erweis von Ehrerbietung an die Römisch-Katholische Kirche, am Sonntag anzubeten? Hat denn nicht Kaiser Konstantin den Tag der Anbetung geändert?“

Es wird behauptet, dass Konstantins Edikt vom 7. März 321 den Tag [der Anbetung] änderte. In diesem Edikt heißt es:
„Am ehrwürdigen Tag der Sonne sollten die Beamten und Menschen, die in den Städten wohnen, ruhen und alle Geschäfte geschlossen werden. Auf dem Lande jedoch können Personen, die mit Landwirtschaft beschäftigt sind, frei und rechtmäßig ihren Pflichten nachgehen (Codex Justinianus, Buch 3, Titel 12,2, erschienen in Schaff, History of the Christian Church, 5. Ausgabe, N.Y., Charles Scribner, 1902, Ausg. 3, S. 380, Anm. 1).

Der Brief des PLINIUS, 107 n. Chr.:
Plinius war von 106-108 n. Chr. der Statthalter von Kleinasien. Er schrieb im Jahre 107 bezüglich der Christen Folgendes an Kaiser Trajan:
„Sie versammelten sich an einem festgelegten Tag bevor es hell wurde, und sangen abwechselnd Gott und Christus Lieder…Als diese Dinge ausgeführt waren, war es ihr Brauch, sich zu trennen und dann wieder zu einem Mahl zusammenzukommen, das sie ohne Durcheinander gemeinsam aßen.“

Wir wissen, dass der Tag, an dem die Frühkirche Brot brach, der Sonntag war: „Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zu brechen…“ (Apg 20,7).

Im Jahre 120 n. Chr. heißt es in Kapitel 2 des Briefes von Barnabas:
„Weihrauch ist mir ein Gräuel, und eure Neumonde und Sabbate kann ich nicht ertragen. Er hat daher diese Dinge abgeschafft.“

Wenn er vom ersten Tag der Woche spricht, schreibt Barnabas: „Weshalb auch wir den achten Tag mit Freude begehen, der Tag, an dem auch Jesus von den Toten auferstanden ist“ (Kap. 25).

JUSTIN, der Märtyrer (140 n. Chr.):
Justins Apologetik [Verteidigung] wurde um das Jahr 140 in Rom geschrieben, nur 44 Jahre nachdem der Apostel Johannes die Vision der „Offenbarung“ auf Patmos erhalten hatte.

Die Schaff-Herzog Encyclopedia of Religious Knowledge sagt über Justins Werke Folgendes:
„In diesen Werken erklärt Justin, dass er das doktrinäre System, das von allen Christen geteilt wird, darlegt, und er trachtet danach, in allen Punkten orthodox [rechtgläubig] zu sein. Den einzigen Unterschied, den es nach seiner Kenntnis zwischen Christen gab, betraf das Millennium. Daher ist Justin ein unwiderlegbarer Zeuge für die Einheit des Glaubens in der Kirche seiner Zeit, und der Tatsache, dass die heidenchristliche Art des Christentums vorherrschte“ (zitiert von Canright in The Complete Testimony of the Early Fathers, Fleming H. Revell, 1916, S. 24-25).

Anmerkung: An diesem frühen Datum, 140 n. Chr., war der einzige größere Unterschied unter Christen die Auffassung über das Millennium. Zu der Zeit hatten sie keine Meinungsverschiedenheit bezüglich des Sonntags, und wie Sie sehen werden, sagt Justin, dass dies der Tag war, an dem alle Christen Gott anbeteten.

In Kapitel 67 seiner ersten Apologetik mit dem Titel „Wöchentliche Anbetung [Gottesdienst] der Christen“ an den heidnischen Kaiser erklärt Justin:
„… wir segnen den Schöpfer aller Dinge durch seinen Sohn Jesus Christus und durch den Heiligen Geist. Und an dem Tag, genannt Sonntag, versammeln sich alle, die in Städten oder auf dem Lande leben, an einem Ort, und die Erinnerungen der Apostel und die Schriften der Propheten werden vorgelesen, so lange es die Zeit erlaubt; dann, wenn der Vorleser aufgehört hat, erteilt der Vorsitzende mündliche Belehrung und ermahnt zur Nachahmung dieser guten Dinge. Dann stehen alle gemeinsam auf und beten, und wie zuvor gesagt, wenn unser Gebet beendet ist, werden Brot, Wein und Wasser gebracht…Aber Sonntag ist der Tag, an dem wir unsere gemeinsame Versammlung abhalten, weil es der erste Tag ist, an dem Gott die Welt gemacht hat, nachdem er die Finsternis und die Materie verwandelt hat; und Jesus Christus, unser Retter ist am gleichen Tag von den Toten auferstanden.“ (The Anti-Nicene Fathers, Band 1, S 185-186).

DIONYSIUS, Bischof von Korinth, Griechenland (170 n. Chr.)
Dionysius war Bischof von Korinth, der Gemeinde, die Paulus gründete und der das Gebot bezüglich der Sammlungen am Sonntag in 1. Korinther 16,1-2 gab. Er schreibt:
„Wir verbrachten diesen heiligen Tag des Herrn, an dem wir deinen Brief, aus der fortlaufenden Lesung lasen, aus der wir in der Lage sein werden, Ermahnung zu schöpfen“ (Eusebius, Ecclesiastical History, Buch 4, Kap. 23).

KLEMENS von Alexandria, Ägypten (194 n. Chr.)
Klemens schreibt etwa um das Jahr 194: „Er, in Erfüllung des Gebots, hält den Tag des Herrn, wenn er jede böse Gesinnung aufgibt… und preist die Auferstehung des Herrn… (Buch 7, Kap. 12).

IGNATIUS, der dritte Bischof von Antiochia, der im Jahre 108 starb, schrieb:
„Wenn daher diejenigen, die in der alten Ordnung der Dinge erzogen wurden, in den Besitz einer neuen Hoffnung gekommen sind, indem sie nicht mehr länger den Sabbat halten, sondern in der Beobachtung des Tages des Herrn leben, an dem auch unser Leben durch ihn neu hervorquillt…Lasst und daher nicht mehr länger den Sabbat nach der jüdischen Art und Weise halten; denn „wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen“…Jeder Freund Christi sollte den Tag des Herrn als ein Fest begehen, den Tag der Auferstehung, die Königin und der Chef aller Tage [der Woche]“ (Epistle of Ignatius to the Magnesians“, The Ante-Nicene Fathers, Band 1, S. 62-63).

TERTULLIAN von Afrika schrieb um 200 n. Chr.:
In seiner Apologetik, Kapitel 16, schreibt Tertullian: „Wir begehen feierlich den Tag nach dem Samstag im Gegensatz zu denjenigen, die diesen Tag ihren Sabbat nennen, und wir widmen ihm für Behaglichkeit und Essen, und weichen von den jüdischen Bräuchen ab, die den Menschen jetzt sehr unbekannt sind.“

„Andere, mit größerer Beachtung guter Sitten, so muss man zugeben, nehmen an, dass die Sonne der Gott des Christen ist, weil es eine wohl bekannte Tatsache ist, dass wir Richtung Osten beten, oder weil wir den Sonntag zu einem Tag der Festlichkeit machen“ (The Ante-Nicene Fathers, Band 3, S. 123).

Beachten Sie: „Die Frühkirche erklärte, warum sie Richtung Osten beteten. Der Grund war, dass „so wie der Blitz, der ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohnes sein“ (Mt 24,27). Dass wir dadurch wissen und verstehen mögen, dass er plötzlich aus dem Osten erscheinen wird“ (Ancient Syriac Documents, The Ante-Nicene Fathers, Band 8, S. 668).

Haben wir überhaupt den wirklichen Sabbat?
Im Jahre 1582 entdeckte Papst Gregor XIII. eine Fehlkalkulation im Kalender und verordnete, dass die Zeit vom 5. bis 14. Oktober und in jedem Jahrhundert drei Schaltjahre fallen zu lassen. In England wurden im Jahre 1752 11 Tage (vom 3. bis 13. September) fallen gelassen, zusätzlich zu anderen Änderungen (Heresy Exposed, S. 167).

Neues Licht auf zeremonielle Sabbate und Kolosser 2,16
Eine unvoreingenommene Betrachtung von Kolosser 2,16 wird zeigen, dass hier nicht bloß von „zeremoniellen Sabbaten“ die Rede ist. Die Wörter „ton sabbaton“ oder „Sabbattage“ sind dieselben Wörter, die in 2. Mose 20 in der Septuaginta (der jüdischen Übersetzung des Alten Testament ins Griechische) mit „Sabbattag“ übersetzt werden.

Schauen wir uns die Argumentation des Paulus an: „So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen eines…
- Feiertages – jährliche Sabbate
- Neumondes – monatliche Sabbate
- oder eines Sabbats – wöchentliche Sabbate (oder Sabbattage)

CHRISTUS, so fährt er fort, ist die „Substanz“ („leibhaftig“), diese Dinge waren Schatten.

Wenn man diesen Abschnitt mit Galater 4,9 vergleicht, wird eine offensichtliche Verbindung in der Lehre des Paulus offenbar:
„Nachdem ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie wendet ihr euch dann wieder den schwachen und dürftigen Mächten zu, denen ihr von neuem dienen wollt? Ihr haltet bestimmte Tage ein und Monate und Zeiten und Jahre.“

In Vers 10 heißt es „Ihr haltet…“
- Tage (wöchentliche Sabbate, die den „Sabbattagen“ in Kolosser 2 entsprechen)
- Monate (Neumonde, die einem „Neumond“ in Kolosser 2 entsprechen)
- Zeiten (die 7 Feste, die den „Feiertagen“ in Kolosser 2 entsprechen)
- und Jahre (das Sabbatjahr und das 50. Jahr, das Jubeljahr)

Offensichtlich spricht Paulus klar über die Beobachtung aller jüdischen heiligen Tage, einschließlich des Sabbats.
SABBATARIER haben seit langem die Herausforderung gestellt: „Zeigen Sie uns einen Vers in der Bibel, der zeigt, dass der Tag der Anbetung [des Gottesdienstes] vom Sabbat auf den Sonntag verlegt wurde.“

Diese Aussage dient teilweise dazu, einen Strohmann zu bauen. Dies ist nicht die Frage. Das Neue Testament macht dies zu einem irrelevanten Punkt, weil es sagt, dass es keine Rolle spielt, an welchem Tag wir anbeten.

Römer 14,5: „Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei in seiner Meinung gewiss.“

Galater 4,9-11: „Nachdem ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie wendet ihr euch dann wieder den schwachen und dürftigen Mächten zu, denen ihr von neuem dienen wollt? Ihr haltet bestimmte Tage ein und Monate und Zeiten und Jahre. Ich fürchte für euch, dass ich vielleicht vergeblich an euch gearbeitet habe.“
Kolosser 2,16: „So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats. Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; leibhaftig aber ist es in Christus.“

SABBATARIER stellen die Herausforderung, ihnen einen Text in der Bibel zu zeigen, der die Anbetung am Sonntag befiehlt. Hier ist er:

3. Mose 23,5-11: „Am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend ist des HERRN Passa. Und am fünfzehnten desselben Monats ist das Fest der unge-säuerten Brote für den HERRN; da sollt ihr sieben Tage ungesäuertes Brot essen. Am ersten Tage sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Arbeit tun. Und sieben Tage sollt ihr dem HERRN Feueropfer darbringen. Am siebenten Tage soll wieder eine heilige Versammlung sein; da sollt ihr auch keine Arbeit tun. Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und es aberntet, so sollt ihr die erste Garbe eurer Ernte zu dem Priester bringen. Der soll die Garbe als Schwingopfer schwingen vor dem HERRN, dass sie euch wohlgefällig mache. Das soll aber der Priester tun am Tage nach dem Sabbat.“ Der Tag nach dem Sabbat ist der Sonntag.

Lesen Sie weiter und beachten Sie besonders 3. Mose 23,15: „Danach sollt ihr zählen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Garbe als Schwingopfer darbrachtet, sieben ganze Wochen. Bis zu dem Tag nach dem siebenten Sabbat, nämlich fünfzig Tage, sollt ihr zählen und dann ein neues Speisopfer dem HERRN opfern.“ Dies ist das Pfingstfest. Es war eines der vorgeschriebenen Feiertage Israels.

Beachten Sie, dass zu Pfingsten, an einem Sonntag, Gottes Volk Anbetung befohlen wurde. Gott sagt: „Und ihr sollt an diesem Tag eine heilige Versammlung ausrufen; keine Arbeit sollt ihr tun. Eine ewige Ordnung soll das sein bei euren Nachkommen, überall, wo ihr wohnt“ (3Mo 23,21).

Falls Sie glauben, dass dies nur auf „zeremonielle Tage“ zutrifft: 3. Mose 23 beginnt mit einer Besprechung über den wöchentlichen Sabbat (siehe V. 1-4). Er wird als festgesetzte [ausgerufene] Zeit und eine heilige Versammlung bezeichnet, zusammen mit den anderen Festtagen Israels. Es wird keine Unterscheidung zwischen diesen heiligen Tagen und dem wöchentlichen Sabbat gemacht. Er schließt sie als gleichermaßen heilige Tage ein. Das bedeutet, das unter dem Alten Bund der Sonntag, an dem die Webegarbe [die Erstlinge] dargebracht wurden und der Pfingstsonntag genauso heilig und geheiligt waren wie Samstage.

Falls Sie glauben, dass dies nur für Israel gilt – genau das ist unser Punkt. Der Bund der Zehn Gebote – der Alte Bund – wurde mit Israel und NICHT mit den Heiden geschlossen. Betrachten Sie 2. Mose 31,13. 16 und 17: „Sage den Israeliten: Haltet meinen Sabbat; denn er ist ein Zeichen zwischen mir und euch von Geschlecht zu Geschlecht, damit ihr erkennt, dass ich der HERR bin, der euch heiligt…Darum sollen die Israeliten den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten als ewigen Bund. Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Israeliten…“


Über den Autor:
Herr J. Mark Martin, ehemaliger Adventist, ist Senior Pastor der Calvary Community Church in Phoenix, Arizona, USA (http://www.calvaryphx.com) sowie Leiter eines Medien-/Lehrdienstes mit dem Namen „Grace Upon Grace“ (www.graceupongrace.com).

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