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Zeitschrift Nachfolge

NF Juli-September 2010

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Die Botschaft von Jesus, das Evangelium, ist DIE gute Nachricht für alle Menschen. Das Evangelium handelt von Jesus Christus und der Errettung auf Grund von Gnade durch Vertrauen zu ihm. Es handelt davon, was er für uns getan hat. Das Leben mit Jesus ist viel besser als ein Leben ohne ihn. Je besser wie es verstehen, desto mehr werden wir bereit sein, es anzunehmen.

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Findet man die Dreieinigkeit in der Bibel?

von Paul Kroll

WKG-Bild

Diejenigen, welche die Lehre von der Dreieinigkeit nicht akzeptieren, weisen sie zum Teil aus dem Grund zurück, dass man das Wort „Dreieinigkeit“ nicht in der Heiligen Schrift findet. Natürlich gibt es keinen Vers, der besagt: „Gott ist [besteht aus] drei Personen“ oder „Gott ist eine Dreieinigkeit“. Das ist, strikt gesagt, alles ziemlich offensichtlich und wahr, aber es beweist nichts. Es gibt viele Wörter und Ausdrücke, die Christen benutzen, die nicht in der Bibel zu finden sind. Beispielsweise ist das Wort „Bibel“ nicht in der Bibel zu finden.

Mehr dazu: Gegner der Dreieinigkeitslehre behaupten, dass eine trinitarische Sicht der Natur Gottes und seines Wesens nicht durch die Bibel belegt werden kann. Da die Bücher der Bibel nicht als theologische Abhandlungen geschrieben wurden, mag dies oberflächlich betrachtet wahr sein. Es gibt keine Aussage in der Heiligen Schrift, die besagt, dass „Gott drei Personen in einer Wesenheit ist, und hier ist der Beweis…“

Dennoch bringt das Neue Testament Gott (den Vater), den Sohn (Jesus Christus) und den Heiligen Geist in einer solchen Weise zusammen, dass es stark auf die trinitarische Natur Gottes hinweist. Diese Schriften werden im Nachfolgenden als Zusammenfassung der vielen anderen biblischen Passagen zitiert, welche die drei Personen der Gottheit zusammenbringen. Eine Schriftstelle stammt aus den Evangelien, eine andere vom Apostel Paulus und eine dritte vom Apostel Petrus. Die Worte in jedem Abschnitt, die sich auf jede der drei Personen beziehen, sind kursiv gesetzt, um ihre trinitarische Auswirkung zu betonen:

„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Mt 28,19).

"Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“ (2Kor 13,13).

„…an die auserwählten Fremdlinge…die Gott, der Vater, ausersehen hat durch die Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi“ (1Pt 1,1–2).

Hier sind drei Passagen aus der Heiligen Schrift, eine von den Lippen Jesu und die anderen zwei von leitenden Aposteln, die alle die drei Personen der Gottheit in unmissverständlicher Weise zusammenbringen. Aber dies ist nur eine Stichprobe von ähnlichen Passagen. Unter diesen anderen sind Folgende:

Römer 14,17–18; 15,16; 1. Korinther 2,2–5; 6,11; 12,4–6; 2. Korinther 1,21–22; Galater 4,6; Epheser 2,18–22; 3,14–19; 4,4–6; Kolosser 1,6–8; 1. Thessalonicher 1,3–5; 2. Thessalonicher 2,13–14; Titus 3,4–6. Wir ermutigen den Leser, alle diese Stellen zu lesen und zu beachten, wie Gott (Vater), Sohn (Jesus Christus) und der Heilige Geist als Instrumente unseres Heils zusammengebracht werden.

Sicherlich zeigen solche Schriftstellen, dass der neutestamentliche Glaube implizit trinitarisch ist. Natürlich ist es wahr, dass keine dieser Passagen direkt besagt, dass „Gott eine Dreieinigkeit“ ist, oder dass „dies die trinitarische Doktrin ist“. Aber dies ist nicht notwendig. Wie vorhin erwähnt, sind die Bücher des Neuen Testaments nicht formelle, Punkt für Punkt Abhandlungen von Doktrin. Trotzdem sprechen diese und andere Schriftstellen leicht und ohne irgendein Selbstbewusstsein vom Zusammenwirken von Gott (Vater), Sohn (Jesus) und dem Heiligen Geist. Die Verfasser zeigen kein Gefühl der Fremdheit, wenn sie diese göttlichen Personen in ihrem Heilswirken als eine Einheit zusammenfügen. Der Theologe Alister E. McGrath macht in seinem Buch Christian Theology folgenden Punkt:

Die Grundlage der Doktrin der Dreieinigkeit findet man in dem alles durch-dringenden Muster göttlicher Aktivität, vom dem das Neue Testament Zeugnis ablegt… Dort findet man die engste Beziehung zwischen dem Vater, dem Sohn und dem Heiligem Geist in den neutestamentlichen Schriften. Immer wieder verknüpfen neutestamentliche Passagen diese drei Elemente als Teil eines größeren Ganzen. Die Totalität von Gottes rettender Gegenwart und Macht kann nur, so scheint es, ausgedrückt werden, indem man alle drei Elemente involviert… (S. 248).

Solche neutestamenlichen Schriftstellen entgegnen der Anschuldigung, dass die Dreieinigkeitslehre eigentlich erst im Laufe der Kirchengeschichte entwickelt wurde, und dass sie „heidnische“, keine biblischen Vorstellungen widerspiegelt. Wenn wir die Heilige Schrift in Bezug auf das, was sie uns über das Wesen, das wir Gott nennen, sagt, mit offenem Sinn betrachten, ist es klar, dass uns gezeigt wird, dass er in seiner Natur trinitarisch ist.

Wir können zuversichtlich sagen, dass die Dreieinigkeit als eine Wahrheit in Bezug auf Gottes grundlegendes Wesen immer eine Realität gewesen ist. Vielleicht war sie in dunklen Zeitaltern des Menschen nicht vollständig klar, sogar während der Zeit des Alten Testaments. Aber die Menschwerdung des Sohnes Gottes und das Kommen des Heiligen Geistes offenbarten, dass Gott trinitarisch ist.

Diese Offenbarung wurde durch konkrete Fakten gegeben, indem der Sohn und der Heilige Geist zu bestimmten Zeitpunkten in der Geschichte in unsere Welt eingedrungen sind. Die Tatsache der trinitarischen Offenbarung Gottes in geschichtlicher Zeit wurde erst später im Wort Gottes, das wir Neues Testament nennen, beschrieben.

James R. White, ein christlicher Apologet, schreibt in seinem Buch The Forgotten Trinity: „Die Dreieinigkeit wurde nicht bloß in Worten offenbart, sondern stattdessen in der äußersten Handlung des dreieinigen Gottes in der Erlösung selbst! Wir wissen, wer Gott ist, durch das, was er getan hat, um uns zu sich selber zu bringen!“ (S. 167).

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