Von innen heraus gut sein - Teil 1
Gott, Ehe und die heutige Gesellschaft
Anleitung zum Studium des Alten Testaments
Von innen heraus gut sein - Teil 3
Von innen heraus gut sein - Teil 2
Können Gottes Vorhaben fehlschlagen?
Die Bergpredigt (Matthäus 5-7) - Gliederung
2. und 4. Mose - Lektionen aus der Wüste
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NF Juli-September 2010
Das ist einfach nicht gerecht - von Dr. Joseph Tkach - Wo war Gott? - von J. Michael Feazell - Keiner bereitet Sie vor - von Greg Williams - Im Herzen des Sturms: Martin Niemöller - von Neil Earle - Trauerfeier für einen Freund - von Kerry Gubb - Mit welchem Leib werden die Toten auferstehen? - von Paul Kroll - Die Kraft des Salzes - von James R. Henderson - Was Gott denkt ... - von Tim Brassell - Die Gratwanderung eines Christen - Lernen,wie ... weiter
Wird Christus zurückkehren?

Schon seit einiger Zeit erhalte ich mehr und mehr Fragen die sich alle um Ehe, Heirat und allgemeine Partnerschaft drehen.
Sicher ist dies auch ein Zeichen unserer Gesellschaft, die die Institution „Ehe“ immer mehr unter die Lupe nimmt und mehr und mehr hinterfragt.
Heutzutage gibt es Länder, wie z. B. Spanien, wo gleichgeschlechtliche Paare offiziell heiraten können und in vielen anderen Ländern, seit kurzem auch in der Schweiz, gibt es umfangreiche vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten für nichteheliche Lebensgemeinschaften (auch „Partnerhaushalt“ genannt). Mann und Frau oder Frau und Frau oder Mann und Mann leben zusammen, ohne dass eine Heirats¬zeremonie durchgeführt wird.
Im belgischen Zivilgesetzbuch heisst es sogar: „Zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts können eine Ehe eingehen.“ (!)
Es ist Zeit dass wir uns wieder einmal genau fragen, was Gottes Wort in dieser Hinsicht zu sagen hat. Wieso fragt sich die heutige Gesellschaft überhaupt, ob es akzeptable Alternativen zu der traditionellen Ehe gibt? Lesen wir, was der Apostel Paulus dazu sagt:
Römerbrief 1,26-32
[Röm 1,26] Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Gebrauch vertauscht mit dem widernatürlichen; [Röm 1,27] gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen. [Röm 1,28] Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdigen Sinn, zu verüben, was sich nicht geziemt, [Röm 1,29] als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Zank, Trug und Tücke, [Röm 1,30] Ohrenbläser, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; [Röm 1,31] unverständig, unbeständig, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig; [Röm 1,32] welche, wiewohl sie das Urteil Gottes kennen, dass die, welche solches verüben, des Todes würdig sind, es nicht nur selbst tun, sondern auch Gefallen haben an denen, die es verüben.
Wenn der Mensch Gott nicht untersteht, sündigt und seine eigenen Wege begeht, dann übergibt Gott sie ihren Lüsten:
Römerbrief 1,24-25
[Röm 1,24] Darum hat sie auch Gott dahingegeben in die Gelüste ihrer Herzen, zur Unreinheit, dass sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, [Röm 1,25] sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf mehr Ehre und Dienst erwiesen als dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen!
Wenn der Mensch Gottes Wege verlässt, bleibt er ohne jegliche moralische Richtlinien.
Die WKG-Trauungszeremonie sagt in ihrer Einführung klar: „Die Ehe ist nicht nur eine natürliche Vereinigung von Mann und Frau, sondern auch eine göttliche Einrichtung, von Gott geheiligt. Sie wurde nicht von Menschen gegründet. Gleich am Anfang gab Gott uns das Beispiel der Ehe, als er Adam und Eva vereinte. Die Ehe bezieht ihre Autorität aus dem göttlichen Willen und Gesetz.“
Gott schuf die Institution „Ehe“, es ist keine menschliche Erfindung:
1. Mose 2,18
[1Mo 2,18] Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht!
1. Mose 2,24
[1Mo 2,24] Darum wird der Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, dass sie zu einem Fleische werden.
Wie wir später im Epheserbrief sehen werden, hat die Ehe eine starke geistliche Symbolik: sie soll die Beziehung zwischen Christus und der Kirche widerspiegeln (Eph 5,21-28).
Wenn Gott von diesem Bild entfernt wird, verliert die Ehe diese wunderbare Symbolik und der Mensch ist einfach seinen Leidenschaften ausgesetzt.
Fragen wie Scheidung und Wiederheirat, außereheliches Zusammenleben, Heirat mit einem Nichtgläubigen, usw. sollen alle in diesem wichtigen Kontext gesehen werden. Heute möchte ich auf einige dieser Fragen eingehen und dies aus zwei Gründen: Erstens, um unseren Geschwistern Gottes Wege zu zeigen und zweitens, zu zeigen, dass die Kirche diese wichtige Thematik nicht oberflächlich angeht, denn obwohl es klare Richtlinien braucht, muss es auch Platz für Mitleid, Geduld und Liebe geben. Was genau meine ich?
1. Korintherbrief 5,1-2
[1Kor 5,1] Überhaupt hört man von Unzucht unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, die nicht einmal unter den Heiden vorkommt, dass nämlich einer seines Vaters Frau habe! [1Kor 5,2] Und ihr seid aufgebläht und hättet doch eher Leid tragen sollen, damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte getan würde!
Gewisse Situationen dürfen nicht toleriert werden. Auf der anderen Seite, als z.B. eine Ehebrecherin zu Jesus geführt wurde, lehrte Jesus, dass auch Barmherzigkeit nötig sei:
Johannes 8,7
[Joh 8,7] Als sie nun dabei verharrten, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!
Und wie verhielt Jesus sich selber dieser Frau gegenüber?
Johannes 8,10-11
[Joh 8,10] Da richtete sich Jesus auf und sprach zu ihr: Weib, wo sind deine Ankläger? Hat dich niemand verdammt? [Joh 8,11] Sie sprach: Herr, niemand! Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich dich auch nicht. Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr!
Zu viel Toleranz, aber auch zu viel Härte sind beide falsch am Platz! Einerseits können wir unsere Augen nicht zumachen wenn ein Bruder oder eine Schwester Sünde begehen, anderseits sollen wir jedoch nicht urteilen oder richten, denn auch wir sind Sünder.
Im Epheserbrief beschreibt Paulus das ideale Eheleben:
Epheserbrief 5,22-33
[Eph 5,22] Die Frauen seien ihren eigenen Männern untertan, als dem Herrn; [Eph 5,23] denn der Mann ist des Weibes Haupt, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist; er ist des Leibes Retter. [Eph 5,24] Wie nun die Gemeinde Christus untertan ist, so seien es auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem. [Eph 5,25] Ihr Männer, liebet eure Frauen, gleichwie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, [Eph 5,26] auf dass er sie heilige, nachdem er sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort; [Eph 5,27] damit er sich selbst die Gemeinde herrlich darstelle, so dass sie weder Flecken noch Runzel noch etwas ähnliches habe, sondern heilig sei und tadellos. [Eph 5,28] Ebenso sind die Männer schuldig, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. [Eph 5,29] Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde. [Eph 5,30] Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. [Eph 5,31] «Um deswillen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und werden die zwei ein Fleisch sein.» [Eph 5,32] Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde. [Eph 5,33] Doch auch ihr, einer wie der andere, liebe seine Frau wie sich selbst; die Frau aber fürchte den Mann!
Die christliche Ehe deutet klar „auf Christus und auf die Gemeinde“! (ein „grosses Geheimnis“ für diese Welt!)
Beantworten wir jetzt einige konkrete Fragen, die immer wieder aufkommen.
Kann ein ausser- oder voreheliches Zusammenleben biblisch akzeptiert werden?
Diese Frage kann verschiedene Formen annehmen:
- „Wir warten auf die Scheidung, dann werden wir sofort heiraten“
- „Wenn wir zivilgerichtlich heiraten, verlieren wir das Recht auf eine Hinterbliebenenrente“
- „In Gottes Augen fühlen wir uns verheiratet, es braucht keine menschliche Zeremonie, usw.“
- „Wenn wir sehen dass wir gut miteinander auskommen, werden wir auch heiraten“
- „Mein Partner möchte keine offizielle Heirat“
- „Christus hat nicht gesagt, dass es eine offizielle kirchliche und/oder zivile Zeremonie braucht“
- usw.
Wie wir schon gesehen haben, müssen wir uns daran erinnern, dass die Institution Ehe für Gott von außerordentlicher Bedeutung ist und so soll es auch für uns sein:
Hebräerbrief 13,4
[Hebr 13,4] Die Ehe ist von allen in Ehren zu halten und das Ehebett unbefleckt; denn Hurer und Ehebrecher wird Gott richten!
Das Zusammenleben ohne Trauschein ist keine lebenslange Verpflichtung und aus diesem Grund entehrt diese Situation die zukünftige Ehe.
Als Jesus mit der Samariterin sprach, zeigte er klar, dass das Zusammenleben mit einer Person nicht einer Ehe gleichgestellt werden kann:
Johannes 4,16-18
[Joh 4,16] Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinen Mann und komm her! [Joh 4,17] Die Frau antwortete und sprach: Ich habe keinen Mann! Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann. [Joh 4,18] Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Da hast du die Wahrheit gesprochen.
Jemand könnte an dieser Stelle sagen dass meine Aussagen mittelalterlich tönen und geistig beschränkt seien. Das Interessante ist jedoch, dass auch moderne wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass aussereheliche Partnerschaften große Nachteile mit sich bringen, z.B.:
- da eine lebenslange Verpflichtung fehlt, sind die Chancen für eine Trennung sehr gross.
- Paare, die erst nach einem außerehelichen Zusammenleben heiraten, haben ein oberflächlicheres Verhältnis als diejenigen, die erst nach der Heirat zusammengelebt haben.
- außereheliches Zusammenleben hat negative Auswirkungen auf eventuelle Kinder, die geboren werden, auch wenn nach ihrer Geburt eine Heirat stattgefunden hat.
WKG Lehre/Praxis:
- das Paar soll nicht zusammenleben, solange beide Seiten nicht einverstanden sind, eine lebenslängliche Verpflichtung einzugehen.
- die WKG übt Geduld aus mit Situationen, wo man eine Lösung sucht.
- die WKG kann Situationen nicht tolerieren, wo kein Wunsch besteht, sich dem Willen Gottes zu unterstellen, besonders wenn eine Gemeinde Anstoss an einer Situation nimmt.
Sollten Gläubige keine Ungläubigen heiraten?
Zuerst möchte ich euch auf einen Artikel verweisen, den wir schon in den Versammlungen ausgelegt haben und immer noch auf Anfrage erhältlich ist. Hier nur eine kurze
Zusammenfassung.
Es gibt zwei Schriftstellen die oft zitiert werden, um zu beweisen, dass eine Ehe zwischen Gläubigen und Ungläubigen verboten sei. Hier die erste Stelle:
2. Korintherbrief 6,14-15
[2Kor 6,14] Ziehet nicht am gleichen Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? [2Kor 6,15] Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen?
Diese Schriftstelle bezieht sich nicht ausdrücklich auf die Ehe, es geht hier um zwei verschiedene Lebensphilosophien. Heiden und Christen haben andere Ziele, Motivationen und Lebensauffassungen.
Um Paulus besser verstehen zu können, müssen wir auch folgende Schriftstelle lesen:
1. Korintherbrief 5,9-13
[1Kor 5,9] Ich habe euch in dem Brief geschrieben, dass ihr keinen Umgang mit Unzüchtigen haben sollt; [1Kor 5,10] nicht überhaupt mit den Unzüchtigen dieser Welt, oder den Habsüchtigen und Räubern oder Götzendienern; sonst müßtet ihr ja die Welt räumen. [1Kor 5,11] Nun aber habe ich euch geschrieben, dass ihr keinen Umgang haben sollt mit jemandem, der sich Bruder nennen läßt und dabei ein Unzüchtiger oder Habsüchtiger oder Götzendiener oder Lästerer oder Trunkenbold oder Räuber ist; mit einem solchen sollt ihr nicht einmal essen. [1Kor 5,12] Denn was soll ich die richten, die außerhalb [der Gemeinde] sind? Ihr richtet nicht einmal die, welche drinnen sind? [1Kor 5,13] Die aber draußen sind, wird Gott richten. Tut den Bösen aus eurer Mitte hinweg!
Der Kontakt mit Ungläubigen kann gar nicht vermieden werden (es ging hier um einen heuchlerischen Bruder). Wir werden noch eine Schriftstelle zitieren (1Ko 7,12), wo Paulus sogar sagt, dass ein Gläubiger der mit einem Ungläubigen verheiratet ist, sich nicht von diesem trennen soll.
Was verbietet also Paulus? Es geht hier sicher um soziale Verpflichtungen, die den Christen von seinem Glauben abbringen können, also eventuell auch eine Ehe mit einem Ungläubigen, aber auch ein Freund, ein Geschäftspartner, usw. Ein „fremdes Joch“ ist eine starke Verpflichtung, in eine Richtung zu gehen, in der wir nicht gehen wollen. Ein Joch kann nur in eine Richtung gehen, und wenn es „fremd“ ist, wird es nicht unsere Richtung sein!
Hier die andere Schriftstelle, die auch oft zitiert wird, um zu behaupten, dass ein Gläubiger nicht mit einem Ungläubigen die Ehe eingehen soll:
1. Korintherbrief 7,39
[1Kor 7,39] Eine Frau ist gebunden, solange ihr Mann lebt; wenn aber ihr Mann entschlafen ist, so ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will; nur dass es im Herrn geschehe.
Passen wir immer auf, was eine Schriftstelle genau sagt und was nicht. Es geht hier um Witwen. Eine neue Heirat soll „im Herrn“ (seinem Wille unterstehend) geschehen. Paulus macht keine solchen Einschränkungen, wenn er vom Heiraten anderer Leute spricht (z. B. Vers 28).
Im selben Kapitel erwähnt Paulus oft, dass es besser sei gar nicht zu heiraten, falls dies möglich sei. Es geht also nicht um ewige Prinzipien, sondern um die spezifische Situation der Gemeinde in Korinth zu seiner Zeit.
Das Wort Gottes verbietet eine Heirat mit einem Ungläubigen nicht, obwohl gewisse biblische Richtlinien davon abraten können.
Die WKG empfiehlt mit viel Weisheit vorzugehen. Heutige Ehen sind vielen Stressfaktoren unterstellt und einen Ungläubigen zu heiraten, macht das Zusammenleben sicher nicht einfacher, es sei denn, unser Glauben wird wirklich respektiert und dass vielleicht sogar ein gutes Zeugnis abgelegt werden kann. Eine Ehe mit zwei Gläubigen ist sicher die Idealsituation.
Scheidung und Wiederheirat
Ist eine Scheidung biblisch erlaubt? Und darf neu geheiratet werden?
Wir haben schon erwähnt, dass in Gottes Augen die Ehe eine lebenslange Verpflichtung sein soll. Eine Scheidung geht klar gegen Gottes Willen:
Matthäus 19,4-6
[Mt 19,4] Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer [die Menschen] am Anfang als Mann und Weib erschuf [Mt 19,5] und sprach: «Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen; und die zwei werden ein Fleisch sein»? [Mt 19,6] So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
Die Ehe ist eine wunderbare Gabe Gottes und wir sollen sie nicht bei der ersten Schwierigkeit aufheben wollen.
In einer perfekten Welt, die Gottes Willen vollkommen untersteht, bräuchte es keine Scheidungen. Wir leben jedoch in einer unvollkommenen Welt voll menschlicher Schwäche, Untreue, Verantwortungslosigkeit, von Personen, die die falsche Person heiraten oder aus falschen Gründen heiraten, usw. Die Personen sündigen und machen Fehler bei der Partnerwahl. Millionen von Personen sind geschieden.
Ehescheidungen sind eine Tatsache in der Gesellschaft. Erinnern wir uns auch daran, dass sich sogar Gott von Israel geschieden hat, als das Volk nicht willig war, von der Sünde zu lassen:
Jeremia 3,8
[Jer 3,8] und obschon sie sah, dass ich die Abtrünnige, Israel, um all ihrer Ehebrecherei willen verstoßen und ihr den Scheidebrief gegeben hatte, so fürchtete sich dennoch ihre treulose Schwester Juda nicht, sondern ging hin und trieb auch Unzucht.
Eine Scheidung ist die Konsequenz von vielen Situationen, die zur Trennung als einzige Alternative geführt haben, eine Konsequenz also von einer Reihe von Sünden.
Kann Gott Sünden vergeben? Sicher. Kann Gott die Sünden vergeben die zu einer Scheidung geführt haben? Sicher!
Wie sollen sich Geschwister verhalten, die mit einem Ungläubigen, der die Ehe brechen möchte, verheiratet sind?
1. Korinther 7,12-16
[1Kor 7,12] Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat, und diese ist einverstanden, bei ihm zu wohnen, so soll er sie nicht verstoßen; [1Kor 7,13] und wenn eine Frau einen ungläubigen Mann hat, und dieser ist einverstanden, bei ihr zu wohnen, so soll sie den Mann nicht verlassen. [1Kor 7,14] Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den Bruder; sonst wären eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig. [1Kor 7,15] Will sich aber der ungläubige Teil scheiden, so scheide er! Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden. In Frieden aber hat uns Gott berufen. [1Kor 7,16] Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann retten kannst? Oder was weißt du, Mann, ob du die Frau retten kannst?
Das Grundprinzip bleibt jedoch immer dasselbe. Scheidungen sollen mit allen Mittel vermieden werden:
1. Korinther 7,10-11
[1Kor 7,10] Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau sich nicht scheide von dem Manne; [1Kor 7,11] wäre sie aber schon geschieden, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Manne. Der Mann aber soll die Frau nicht verstoßen.
Unter dem Alten Bund war Scheidung möglich. Christus hat jedoch neue Anweisungen gegeben:
Matthäus 19,3-9
[Mt 19,3] Da traten die Pharisäer zu ihm, versuchten ihn und sprachen: Ist es erlaubt, aus irgendeinem Grunde seine Frau zu entlassen? [Mt 19,4] Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer [die Menschen] am Anfang als Mann und Weib erschuf [Mt 19,5] und sprach: «Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen; und die zwei werden ein Fleisch sein»? [Mt 19,6] So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden. [Mt 19,7] Da sprachen sie zu ihm: Warum hat denn Mose befohlen, ihr einen Scheidebrief zu geben und sie so zu entlassen? [Mt 19,8] Er sprach zu ihnen: Mose hat euch wegen der Härte eures Herzens erlaubt, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen. [Mt 19,9] Ich sage euch aber: Wer seine Frau entlässt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.
Wenn sich jemand scheidet, um sich neu zu verheiraten, dann hat er kein Verständnis von Jesus. Die Motivation ist falsch. Die WKG würde eine solche neue Heirat nicht unterstützen und sehr wahrscheinlich auch nicht durchführen.
Jesus macht hier jedoch auch eine Ausnahme („es sei den wegen Unzucht“), und wir haben ja auch schon gesehen, dass ein Gläubiger in gewissen Fällen nicht an seinen Partner gebunden ist oder dass z. B. eine Witwe sich neu verheiraten darf. Eine neue Heirat ist also möglich, sie soll jedoch immer mit viel Vorsicht angegangen werden. Falls Sünden zu einer Scheidung geführt haben, sollen diese bereut und vor Gott gebracht werden, damit sie vergeben werden können.
Die Kirche behandelt jeden Fall separat und versucht, wie Jesus, die Motivationen zu erkennen.
Zivile und/oder kirchliche Heirat
Die Kirche verlangt dass eine Heirat auch zivil registriert wird.
Einige sagen:
- „Für mich zählt nur die Verpflichtung die ich vor Gott nehme, wieso soll ich auch vor die Menschen gehen?“
- „In den Augen Gottes bin ich verheiratet, dies ist mehr als ausreichend für mich“
Wieso verlangen wir auch eine zivile Heirat (idealerweise kurz vor unserer Zeremonie):
- die Verpflichtung ist so bindender
- die zivile Heirat gibt gewisse Sicherheiten, besonders der Frau und den Kindern gegenüber
- die Kinder erhalten den Namen des Vaters und haben nicht das Gefühl, in eine nicht ganz richtige Situation hineingeboren zu sein
- das christliche Zeugnis ist viel besser. Die Ehe soll „von allen in Ehren gehalten werden“, wie kann dies jedoch geschehen, wenn wir eine außereheliche Situation haben?
ZUSAMMENFASSUNG
Gott ist der Gründer der Institution „Ehe“. Die Ehe ist symbolisch für die Beziehung, die Jesus mit der Kirche hat und beinhaltet daher eine geistliche Dimension. Zwei Einheiten fließen in eine neue Einheit. Dies ist ein geistliches Prinzip. Der Mensch soll nicht trennen, was Gott zusammengefügt hat.
Leider leben wir in einer Gesellschaft, die voll Sünde ist, und es passiert, dass auch Christen die Heiligkeit der Ehe nicht voll erkennen, außerehelich zusammenleben, sich scheiden oder die falsche Person heiraten.
Wir haben alle gesündigt und sündigen immer noch. Unsere einzige Hoffnung ist Christus:
1. Johannesbrief 1,8-2,2
[1Jo 1,8] Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns; [1Jo 1,9] wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. [1Jo 1,10] Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. [1Jo 2,1] Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, damit ihr nicht sündiget! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; [1Jo 2,2] und er ist das Sühnopfer für unsre Sünden, aber nicht nur für die unsren, sondern auch für die der ganzen Welt.
Fragen betreffend Ehe und Scheidung sollen auch in diesem Kontext angegangen werden, dies ist genau das, was ich heute in dieser Predigt zu tun versucht habe.
Die Ehe ist die tiefstmöglichste Beziehung, die wir mit einem Mitmenschen eingehen können und Gott soll Teil von einer christlichen Ehe sein. Gottes Liebe (Agape) muss ein fester Bestandteil einer Ehe sein. Je mehr Christus gestattet wird, Teil einer Ehe zu sein, desto weniger braucht es Antworten auf die Fragen, die wir heute analysiert haben.
Geschwister, halten wir die Ehe in Ehren. Es handelt sich um eine wunderbare Gabe Gottes!
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